Gemeinsam achtsam durch die Altstadt

Dauerhafte Öffnung der Altstadt für den Fahrradverkehr beschlossen

Während der Testphase zur Freigabe der Altstadt für Radler zwischen 1. April 2015 und 31. März 2016 zeigten sich positive Ergebnisse: Die Anzahl an durch die Polizei geahndeten Verstößen durch Radfahrer (z.B. erhöhte Geschwindigkeit) und gemeldeten Unfällen zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern wies trotz verstärkter Kontrollen keine Erhöhung im Vergleich zur Ausgangssituation auf. Die Verkehrszählung zeigt eine Förderung des Radverkehrs in der Regensburger Altstadt. Als Konsequenz wurden die Regelungen aus der einjährigen Testphase nahezu vollständig dauerhaft übernommen. In einem nahtlosen Übergang aus der Testphase wurde im April 2016 mit einer Abstimmung im Regensburger Stadtrat mehrheitlich eine Öffnung der Altstadt für den Fahrradverkehr genehmigt.
Die begleitende Kampagne „Respekt bewegt“ wird ebenfalls weiter durchgeführt – und steht nun unter dem erweiterten Motto „Radeln erlaubt, Fußgänger haben Vorrang“. Denn auch nach der Öffnung der Innenstadt ist es wichtig, alle Beteiligten an ein gemeinsames und respektvolles Miteinander zu erinnern. Vor diesem Hintergrund fanden mehrere Promotionaktion statt, bei denen Infomaterialien in der Fußgängerzone verteilt wurde. Vor Ort dabei waren dabei auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs sowie Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann.
Zuletzt gab es für die Bürgerinnen und Bürger im Zuge der Kampagne das richtige Rüstzeug für die herbstlichen Tage: Ein Notfall-Regenponcho in einer praktischen Kugel zum Anhängen, beispielsweise für den Rucksack, und Sattelschoner für das Fahrrad – beides natürlich in strahlendem Gelb (Fotos: Stadt Regensburg, Effenhauser).


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So war es bisher

Bis 1. April 2015 waren bereits rund 80 Prozent der Straßen und Gassen in Regensburgs Altstadt für Radler zugelassen. Dass diese sich in vielen Fällen darüber hinaus auch dorthin bewegt haben, wo es ihnen formal verboten war, ist kein Geheimnis.

Über die Kampagne

Erhöhte Verkehrssicherheit und eine entspannte Atmosphäre: Das wünschen sich alle Verkehrsteilnehmer für die Regensburg Altstadt - egal ob Fußgänger, Rad-, Auto- oder Busfahrer. Der Schlüssel dazu liegt in einem respektvollen Umgang miteinander - mit Rücksicht und Umsicht, Freundlichkeit und Toleranz, Aufmerksamkeit und Verantwortung, Gerechtigkeit und Fairness. Jeder kann dazu seinen Beitrag leisten.

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Die neue Situation

Im Zeitraum vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 wird der Bereich, in dem sich Radler in der Regensburger Altstadt bewegen dürfen, für eine einjährige Testphase erweitert. Konkret bedeutet das eine weitestgehende Freigabe der Fußgängerzone und die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler.

Warum die Änderung?

Radeln ist gesund und umweltfreundlich. Viele Radler wollen in die Altstadt oder einfach nur durchradeln. Die bisherigen Regelungen führten oft zu großen Umwegen und wurden vielfach missachtet. Natürlich genießen die Radler auch mit den neuen Regelungen keine grenzenlose Freiheit. Polizei und Verkehrsüberwachungsdienst werden durch verstärkte Kontrollen auf ein vernünftiges Miteinander achten.

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Stimmen


OB Joachim Wolbergs über die Bedeutung der Neuregelung

Polizeihauptkommissar Hermann Hirsch über Erfahrungen bei den Kontrollen seit Beginn der Testphase

Thomas Großmüller, Leiter des Verkehrsplanungsamts, über respektvollen Umgang der Verkehrsteilnehmer in der Altstadt


Das sagen die Regensburger Bürger zur Neuregelung

Aktionen

Aktion am 19. März 2016

Der März neigt sich dem Ende zu, die Radl-Saison steht vor der Tür. Pünktlich dazu rufen leuchtend gelbe Sattelschoner an öffentlichen Plätzen den Menschen den Leitgedanken der Kampagne „Respekt bewegt“ ins Gedächtnis: Rücksichtnahme und Vorsicht zwischen allen Verkehrsteilnehmern in der Altstadt.


„Respekt bewegt“ auf vielen Wegen

Gegenseitiger Respekt und Achtsamkeit ist etwas, zu dem alle Verkehrsteilnehmer in der Regensburger Altstadt angehalten sind – von Fußgänger über Radfahrer bis hin zum Bus- und Lieferverkehr. Um die Bevölkerung dafür weiter zu sensibilisieren, macht im Februar und März der eine oder andere Bus im Stadtverkehr darauf aufmerksam.


Aktion am 17. Oktober 2015

Mitten im trüben Herbstwetter erstrahlte am Samstag die Regensburger Altstadt wieder an allen Ecken in leuchtendem Gelb. Genau richtig zu Beginn der nasskalten Zeit durften sich die Besitzer der geparkten Fahrräder über Sattelschoner freuen – denn „Respekt bewegt“ das ganze Jahr, nicht nur in der Radl-Hauptsaison!


Aktionsstand am 25. September 2015

„Respekt bewegt mit Sicherheit“: Unter diesem Motto stand der dritte Aktionsstand der Kampagne, die die Freigabe der Fußgängerzone und die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler begleitet. Dieser fand am Freitag, 25. September 2015 am St.-Kassians-Platz statt. Zwischen 15 und 18 Uhr hatten Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit für Gespräche mit Vertreter von Polizei, Politik und Stadtverwaltung sowie Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Begleitet wurde dies von der Gelegenheit für einen kostenlosen Rad-Sicherheitscheck, der zahlreiche Interessenten auf den Plan rief. Die Teilnahme an einem Rad-Geschicklichkeits-Parcour mit dem Ziel, Slalom und Engstellen in einer möglichst langsamen Zeit zu meistern, versprach attraktive Preise: In der Erwachsenenkategorie ab 14 Jahren freuten sich die drei Erstplatzierten über ein Fanpaket des SSV Jahn Regensburg, ein Fanpaket des EV Regensburg bzw. Kinogutscheine für das Cinemaxx Regensburg. In der Kategorie bis 13 Jahren konnten die drei Kinder mit den langsamsten Zeiten gelbe Fahrradhelme mit „Respekt bewegt“-Branding in Empfang nehmen. Auch einige Gewinner der Verlosung, die im Zuge der Postkarten-Aktion beim 2. Aktionstag durchgeführt wurde, nutzten die Chance und holten ihre Preise am Informationsstand ab. Dabei handelte es sich um zehn Fahrradhelme im Kampagnen-Design, zehn Fahrradleih-Gutscheine von Zweirad Ehrl und fünf Altstadtzehner, den Gutschein, die bei verschiedenen Geschäften in der Altstadt eingelöst werden können.


Aktionsstand am 18. Juli 2015

Ein freundlicher Blick oder ein nettes Wort machen das Leben leichter. Das gilt auch für den Straßenverkehr. Der Aktionsstand der Kampagne „Respekt bewegt“ am Samstag, 18. Juli 2015, stand deshalb unter dem Motto „Ein Lächeln bewegt“. Zwischen 10 und 13 Uhr informierten Vertreter aus Politik und Verwaltung um Oberbürgermeister Joachim Wolbergs auf dem St.-Kassians-Platz ein weiteres Mal über die Regeln, die seit April beim Radeln in der Fußgängerzone gelten, und warben für mehr gegenseitige Rücksichtnahme unter den verschiedenen Verkehrsteilnehmer in der Altstadt. Im Rahmen einer Postkarten-Aktion, die noch bis Ende Juli läuft, wurden außerdem Meinungen zum Thema „Respektvolles Miteinander in der Altstadt“ gesammelt. An einer Fotowand konnten Passanten ein Zeichen für einen respektvollen Umgang im Altstadt-Verkehr setzen.


Aktionsstand am 30. Mai 2015

„Knackige Argumente“ für die neuen Regeln zum Radfahren in der Altstadt gab es beim Aktionsstand der Stadt am Samstag, 30. Mai 2015, auf dem St.-Kassians-Platz. Von 10 bis 13 Uhr informierten Ansprechpartner aus Politik und Verwaltung sowie die Polizei über die neuen Regeln und warben für ein respektvolles Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer in der Altstadt. Auch Oberbürgermeister Joachim Wolbergs stand vor Ort für Gespräche zur Verfügung. Zu den „knackigen Argumenten“ wurden „knackige Äpfel“ an die Passanten verteilt. Für die Kinder gab es Luftballons. Beliebt waren auch die Sattelschoner im Kampagnendesign, die nicht nur am Stand ausgegeben wurden, sondern bereits am Morgen des Aktionstages an den geparkten Rädern in der Innenstadt angebracht wurden.


Auftaktveranstaltung

Seit 1. April 2015 läuft die einjährige Testphase für die Öffnung der Fußgängerzone und der Alleen für den Fahrradverkehr. Am Ostersamstag, 4. April 2015, fand dazu von 10 bis 14 Uhr eine Auftaktveranstaltung am St.-Kassians-Platz statt. Am Informationsstand konnten Bürgerinnen und Bürger mehr über die Neuregelung erfahren. Gleichzeitig waren in der Altstadt Vertreter von Politik, Stadtverwaltung und Polizei unterwegs. Sie verteilten Ostergrüße in Form von Osterglocken und warben für ein faires Miteinander in der Regensburger Altstadt. Um 11 Uhr gab Oberbürgermeister Joachim Wolbergs am St.-Kassians-Platz die Fußgängerzonen und Alleen offiziell für den Fahrradverkehr frei. Anschließend drehte er eine Altstadt-Runde auf dem Radl, um Informationsmaterial zu verteilen und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Was ist zu beachten?

Immer mit der Ruhe

Vielerorts geht es in den schönen Altstadtgassen eng zu, oft gibt´s auf dem Rad kaum ein Durchkommen. Dann heißt es manchmal einfach absteigen und schieben. Grundsätzlich gilt in den Fußgängerzonen Schrittgeschwindigkeit, also etwa 10 km/h - ebenso für den Lieferverkehr. Aber auch die anderen Gassen kann man bei angemessenem Tempo am besten genießen.

Gemeinsam achtsam

Wir alle sind einzigartig, aber nicht alleine - auch in der Fußgängerzone der Regensburger Altstadt nicht! Vorsicht und Rücksicht sind die Grundlage für ein funktionierendes Miteinander von Fußgängern, Radlern und Lieferverkehr.

Freiräume lassen

Fußgänger, Radler, Lieferverkehr - jeder braucht seinen Platz auf der Straße. Ausreichend Abstand halten, gerade beim Vorbeifahren oder - radeln an Fußgängern als schwächstem Glied in der Kette, gehört da zum guten Ton dazu.

Bewusst durch die Altstadt

Radler gehören schon seit Jahren zum Alltag in der Regensburger Altstadt - zukünftig noch mehr als bisher. Es kann jederzeit ein Radler daherkommen, egal aus welcher Richtung - damit sollten Fußgänger und Lieferverkehr rechnen. Wer ein wenig achtsam ist, kann die Altstadt ohne böse Überraschungen genießen.

Allzeit bremsbereit

Ein Bummel durch die Regensburger Altstadt, viele Dinge zu sehen, viel Trubel zu umgehen. Die Wege von Fußgängern sind dabei nicht immer geradlinig, plötzliche Richtungsänderungen keine Seltenheit. Bremsbereitschaft ist für Radler darum eines der obersten Gebote.